24.05.2015

„BAUR-Triathlon“ - der Klassiker

Am Pfingstsonntag, 24. Mai fiel der Startschuss für den Klassiker in Altenkunstadt zum 15. Mal. Der Starttermin liegt ja immer recht früh in der neuen Saison. Die vergangenen Wochen waren auch nicht wirklich warm. So stellte sich bis zum Tag X die berechtigte Frage: Triathlon oder doch wieder mal ein Duathlon? Nee – bloß nicht. Dann lieber 1.000 m schwimmen, 500 m gehen mit Neo allemal ... wurde heiß diskutiert. Das gehört zum Baur-Triathlon einfach dazu.

Denn dieses Jahr gab es erstmalig neben dem längst bewährten Rennen über die olympischen Distanz sowie der Wertung als bayerische Meisterschaft der Para-Triathleten auch einen Volkstriathlon. Diese Distanz war für jeden „Triathlon-Neuling“ zu schaffen. Andere nutzten das wiederum als Rennen um „gemäßigt“ in die neue Saison einzusteigen.

Start frei für die 48er Triathleten

Auch wir waren mit Miriam Winsweiler, Christine Schrenker, Markus Roth, Erik Bätzold, Stefan Oester, Udo Fischer und Tanja Neubauer sowie einer Staffel /Olympische Distanz mit Jan Dürkop/Olli Krejci/Timo Gieck zahlreich vertreten. Bestens unterstützt wurden wir von Dieter Schöpf und Georg Schlenzig an der Strecke.

Während sich Miriam, Christine, Markus und Erik für die Kurzdistanz entschieden hatten, versuchten sich Stefan, Udo und Tanja auf der Volksdistanz Für viele war es das erste Rennen der Saison oder aber nach längerer Zwangspause.

Wie immer herrschte auch bei uns vor dem Start die übliche Aufregung und Nervosität. Rad und Laufschuhe einchecken, Wettkampfbesprechung, sich in den Neo zwängen und mit dem Eiswasser „anfreunden“. Die Zeit bis zum Startschuss verging irre schnell. Das Rennen begann.

Im Ziel wartete dann ein super leckeres Kuchenbuffet, Kaffee, Obst, belegte Brötchen und alle möglichen anderen Getränke zum Füllen der Speicher sowie eine entspannende Massage auf uns. Ein Traum. Ein schöner Tag ging mit der Siegerehrung zu Ende.

Bei den Damen erreichte Christine Schrenker mit einer Zeit von 02:42:14 den 2. Platz in der TW50 bei der Olympischen Distanz und Tanja Neubauer in 01:32:50 überraschend den 3. Platz in der TW45 bei der Volksdistanz. Die Staffel Team ROCSTA Masters mit Jan Dürkop/Olli Krejci/Timo Gieck kämpfte um Platz 1 und musste sich mit einer Zeit von 01:58:54 nur knapp dem Team Icehouse geschlagen geben.

Die weiteren Platzierungen:

Volkstriathlon:
Oester, Stefan 01:30:34 5. Platz TM50
Udo Fischer 01:36:28 9. Platz TM50
Olympische Distanz:
Markus Roth 02:44:10 21. Platz TM30
Erik Bätzold 02:48:00 19. Platz TM45

Aber lassen wir doch den Tag einmal Revue passieren ...

Es ist wieder soweit – der Startschuss fällt für den Überlebenskampf im Wasser

Zunächst wurden um 13 Uhr die Volks- und Para-Triathleten ins Eiswasser geschickt. Nun musste zunächst die 500m lange Schwimmstrecke überstanden werden um dann aufs Rad zu wechseln. Wenige Zeit später folgte dann das restliche Starterfeld auf die um 500 m verkürzte Schwimmstrecke der Kurz-Distanz. Das Wasser begann trotz der recht frischen Temperatur von knapp 15 Grad innerhalb kürzester Zeit zu kochen. Dicht gedrängt standen die Zuschauer und feuerten die Athletinnen und Athleten an.

Zuschauer machen Stimmung am Kreisel in Altenkunstadt

Eine Bombenstimmung herrschte auch am Kreisel in Altenkunstadt in den sich die Fahrer aus Richtung Prügel kommend mit hoher Geschwindigkeit hineinwarfen, ehe es den giftigen Abstieg nach Baiersdorf zu bewältigen galt. Die Radfahrer passierten diese Schlüsselstelle auf dem zehn Kilometer langen Rundkurs zwei- beziehungsweise viermal. Die Akteure ließen sich durch die lautstarke Anfeuerung der Zuschauer beflügeln.

Das Ziel naht laufend

Anschließend ging es auf die Laufstrecke. Diese führte wie in den Vorjahren über den Fahrradweg nach Weismain. Die Volkstriathleten durften in Weismain nach 7 km direkt ins Ziel auf dem Weismainer Marktplatz laufen während der Rest noch die Schleife bis nach Erlach in Angriff nehmen musste bevor es ins Ziel ging.

Es finishten in diesem Jahr 53 Männer, 20 Frauen und 6 Staffeln den „Volkstriathlon“ sowie 134 Männer, 30 Frauen und 12 Staffel die „Kurzdistanz“.

Sieger der Volksdistanz wurde Christian Dürr vom TV Ochsenfurt in 01:08:11 Stunden. Bei den Frauen durfte sich Heike Uhl von der TSG 08 Roth Triathlon in 01:13:07 Stunden auf Platz 1 freuen.

Freude und Enttäuschung bei den Damen

Die Freude über den Sieg von Juliane Müller vom SSV Forchheim auf der Kurzdistanz währte nur kurz. Sie und vier weitere Leidensgenossinnen hatten auf der Schwimmstrecke versehentlich eine Abkürzung genommen und waren an der letzten Boje gewendet anstatt um das Boot herumzuschwimmen. Die Zuschauer wunderten sich schon über den enormen Vorsprung dieser fünf Athletinnen. Dies traf auch Miriam aus unseren Reihen bitter. Sie war in dieser Spitzentruppe mit dabei ...

Dem Wettkampfgericht blieb nichts anderes übrig, als diese Athletinnen zu disqualifizieren. Davon erfuhren die fünf allerdings erst im Ziel. Neue Gesamtsiegerin wurde dadurch Nadja Lindner vom Tri-Team des ATS Kulmbach.

Wer macht das Rennen bei den Männern?

Schon nach der Radstrecke hatte sich bei den Männern vom Kurztriathlon die Spreu vom Weizen getrennt. Vieles sah nach einem Gesamtsieg von Swen Sundberg vom TV 48 Erlangen aus. Er führte noch vor den Stadttoren von Weismain das Feld an. Sein engster Verfolger, Lukas Krämer aus Schongau, machte zumindest da nicht den Eindruck, als ob er den Topfavoriten nochmals ernsthaft gefährden könnte. Doch es kam anders. Lukas Krämer lief nach 1:53:48 Std. ins Ziel. Damit hatte er zwölf Sekunden Vorsprung auf Sundberg.

Hier die Eindrücke zum BAUR-Triathlon von …

Miriam
Wasser war extrem kalt, nach den ersten Schwimmzügen hab ich mich aber gut an die Temperatur gewöhnt und konnte mich in der Spitzengruppe halten. Von Beginn an folgten wir dem DLRG-Boot, welches uns begleitete, bis hin zur Wendeboje und von dort an ging es dann wieder zurück zum Ausstieg. Auf der Rückrunde musste ich von der Spitzengruppe abreißen lassen und kam dennoch als 4. Frau aus dem Wasser. 1. Wechsel war sehr langsam aufgrund dessen, dass man wegen der Kälte in Händen und Füßen kein Gefühl mehr hatte.

In der ersten Rad Runde ist mir dann der Vorderreifen geplatzt und beim Absteigen habe ich starkes Nasenbluten bekommen, so dass ich lange Zeit erstmal am Rand der Strecke stehen und alle Konkurrentinnen an mir vorbeiziehen lassen musste. Als beides behoben war ging es weiter und ich versuchte das Feld von hinten wieder aufzurollen.

Laufen fiel mir sehr schwer und meine Beine wollten sich nicht so recht bewegen, so dass ich auch hier ständig Krämpfe und Muskelbeschwerden bekommen habe.

Habs im Endeffekt dann trotzdem durchgezogen, obwohl ich zig Mal mit dem Gedanken gespielt hab, einfach auszusteigen. Um das Ganze dann letztendlich noch perfekt zu machen, erfuhr ich im Ziel, dass ich disqualifiziert wurde, weil ich mit der Schwimmgruppe und dem DLRG-Boot eine Boje zu früh gewendet habe.

Mehr gibts zu meinem Rennen an diesem Tag nicht zu sagen ;-)

Christine
Beim Schwimmen in der ersten Reihe: war nicht so schlau, dadurch hab ich erst mal ein paar Schellen und Wasserschlucke abbekommen, nach 300 m dann üblichen Rhythmus gefunden, war dann gar nicht so schlecht.

Rad mit eiskalten Füßen und beim ersten Berganstieg noch untauglichen Oberschenkeln, ging ab der zweiten Runde gut (weil Muskeln endlich warm) und zum Schluss hin, immer schneller, besonders bergab, wie die Feuerwehr, habe sogar Männer überholt.

Laufen, ab km 2 richtig gut und locker, ab km 7 rauswärts bis zur Wende zäh (Trainingsrückstand wegen Achillessehne, Laufpause seit Krailling), und da ich wusste auf Platz 3 ist reichlich Platz (5 Minuten auf Elke Schwarzmann) habe ich es entspannt gesehen und nach der Wende geht es ja bergab, da war es dann wieder prima.

Zum ersten Mal dabei gewesen (sonst nur Staffel) und ich muss sagen, das war optimal!

Markus
Für mich war es Premiere auf der Olympischen Distanz zu starten. Ich konnte mich beim Schwimmen im ersten Viertel des Feldes festsetzen und auch eine Zeit lang halten.

Nach dem Radeln musste ich aber zurückstecken und konnte am Ende meine Erwartungen nur teilweise erfüllen.

Stefan
Dieses Jahr habe ich mich für die Volksdistanz angemeldet, da ich mir auf Grund von Trainingsrückstand die Olympische Distanz nicht zugetraut habe.

Der Schwimmstart war gut, ich hatte mich ganz links platziert, da dort am wenigsten los war. Die erst 40m konnte ich auch frei schwimmen, doch dann fiel plötzlich der ganze Athletenschwarm von rechts über mich her und ich befand mich in einem Gewühl von Armen und Beinen. So musste ich erst mal ein paar Züge Brust schwimmen um mich zu orientieren. Erst nach der Wende konnte ich wieder frei schwimmen und erreichte nach handgestoppten 9:59 Min wieder Land.

Der Wechsel aufs Rad war grottenschlecht. Ich brauchte gefühlt eine viertel Stunde bis ich auf dem Rad war. Das Radfahren ging ganz ordentlich, wenn man vom Tempo absieht. Mir fehlen halt die Trainingskilometer.

Das Laufen ging auch so, denn auch hier fehlen mir die Kilometer. Ich erreichte das Ziel nach 1:30:34 Std und war damit ganz zufrieden. Gerne wäre ich etwas schneller gewesen.

Tanja
Nach langer Zwangspause entschied ich mich dieses Jahr für die Volksdistanz. Wollte mal das Feeling „Triathlon“ testen. Mein Motto war „Dabei sein, Spaß haben und lächelnd das Ziel erreichen“.

Naja vom Schwimmen im Eiswasser war auch ich nicht hellauf begeistert. Aber besser als zweimal zu laufen allemal. Sortierte mich ganz rechts außen ein. Nahm heute mal lieber ein paar Meter mehr in Kauf als mich gleich im Wasser prügeln zu müssen. Das Schwimmen ging ganz gut. Die Kälte war ertragbar. Nach 150 m hatte ich meinen Rhythmus gefunden und nach 10 min. ging es bereits wieder an Land.

Der Wechsel aufs Rad ging fix und das Radfahren war für mich – da ich diese Radstrecke nicht wirklich mag – auch ok. Die Stimmung an der Strecke hat das aber wieder wettgemacht.

Der Wechsel auf Laufen fiel mir heute sehr schwer. Beine waren wie Blei und wollten nicht so laufen wie ich das wollte. Naja, dann eben nicht. Die 7 km schaffe ich schon. Sammelte unterwegs trotzdem noch ein paar Leute ein. Strahlend und überglücklich erreichte ich das Ziel. Der I-Punkt war dann noch der unerwartete 3. Platz in der AK. Premiere gelungen.

Udo
Nach langer Trainingspause setzte ich mir das große Ziel „ankommen“. Es war zwar nur der Sprint, aber dieser sollte sich anfangs schwieriger gestalten als erwartet.

Dank der frischen Wassertemperaturen „die ich so liebe“ hatte ich schon einen schwierigen Einstieg. Mit Atembeschwerden konnte ich mich zum Großteil nur mehr oder minder Überwasser halten. Dies sollte sich auf den ersten Kilometern beim Radfahren fortsetzen, aber als die Maschine mal in Schwung gekommen war relativierte sich das Ganze. Dann kam das nichterwartete Wechseldrama zum Laufen, nach dem 5. Versuch und der Unterstützung durch Tanja mit Puder hatte ich endlich meinen linken Schuh am Fuß und konnte das Laufen beginnen. Das angeschlagene Tempo war zwar nicht schnell aber konstant und so erreichte ich zwar etwas unzufrieden mein mir gesetztes Ziel „ankommen“.

Beim anschließenden ausgiebigen Kuchenbüffet lief alles glatt und ich konnte hier meine ansteigende Form demonstrieren.

Erik
Als erster Wettkampf des Jahres stellt sich immer wieder die Frage, welche Temperatur hat der Main? In diesem Jahr war er mit 14° nicht wirklich „angenehm“ temperiert. Daraus ergab sich eine Verkürzung der Schwimmstrecke auf 1000 m.

Der Zeitplan lässt genug Zeit, gemütlich anzureisen. Man trifft sich und richtet den Wechselplatz ein. Alles bei wunderbarem Triathlonwetter.

Pünktlich gehen die verschiedenen Starterfelder auf die Reise. Auch dieses Mal hatte ich mit der Wassertemperatur zu kämpfen und kam nicht wirklich vorwärts.

Nach dem überstandenen Schwimmen halbwegs schnell aufs Rad gesetzt und die „etwas unebene“ Strecke mit den 4 Runden in Angriff genommen. Lief nach dem ersten Anstieg recht gut und ich bin mit meiner Radzeit zufrieden. Der Wechsel vom Rad in die Laufschuhe ist immer etwas ungewohnt und ich brauche immer erstmal ein Stück um „rund“ zulaufen. Die Laufstrecke nach Weismain ist ohne größere Anstiege, allerdings auch ohne viel Schatten gut durchzulaufen.

Im Großen und Ganzen bin ich mit meiner erreichten Leistung zufrieden.

Ergebnisse »

Bilder vom Veranstalter »

So - das war der „Baur-Triathlon 2015“. Super Organisation, super Stimmung, familiäre Atmosphäre, super nette Leute - einfach immer wieder schön!

Bericht: Tanja Neubauer

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